Sommerkonzert am 20. September 2026
50 Jahre Steinmann-Orgel - Orgeljubiläum in der Versöhnungskirche
„Orgelbauen soll Gott zur Ehre und den Menschen zur Erbauung dienen.“
Nach diesem Grundsatz lebte und arbeitete Gustav Steinmann (1885–1953). Die Anfänge seines Familienunternehmens gehen auf das Jahr 1910 zurück.
1976 bekam die Orgelbauwerkstatt aus Vlotho-Wehrendorf den Auftrag, unsere Orgel zu bauen. Sie stand zunächst im Paul-Gerhardt-Haus. Unser jetziges Gemeindehaus war damals Gottesdienstraum unserer Gemeinde Werste.
Seit dem Neubau unserer Versöhnungskirche 1990 erklingt die Orgel nach Umbau und Anpassung an ihren neuen Klangraum in unserer Versöhnungskirche.
Das 50-jährige Orgeljubiläum war nun Anlass, die Gemeinde zu einem Festkonzert einzuladen.
Kreiskantor József Opicz spielte Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Zsolt Gárdonyi. In seinen Improvisationen erklärte József Opicz an Beispielen, welche Vielfalt an Klangfarben der Organist durch Veränderung der Registrierung spielen kann. Leise Töne der Waldflöte bis hin zu den kraftvollen Trompetenklängen zeigen uns die große Klangfülle der Orgel, die zu Recht den Namen „Königin der Instrumente“ trägt.
Orgelbau und Orgelmusik gehören seit fast 10 Jahren zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO.
Zum Ende des Konzerts sprach Roland Tober Worte des Dankes und den Segen. „Guter Gott, wir danken Dir für die Musik, die wir heute erlebt haben. Musik begleitet uns durch alle Höhen und Tiefen des Lebens. Sie spricht, wo Worte fehlen, schenkt Trost in der Trauer, Freude in der Stille und Hoffnung in dunklen Zeiten. Sie vereint Generationen, Kulturen und Herzen. Lass sie für viele immer wieder neu ein Licht und eine Quelle der Kraft sein.“
Text und Fotos: Karl-Friedrich Sander